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23.04.2020
„Goethe ist für mich ein Naturgeschenk“, Zur Aktualität des Goethe-Verständnisses bei Richard Wagner
Dr. 4. Manfred Osten
Generalsekretär der Alexander von Humboldt Stiftung a.D.
vortragender Legationsrat 1. Klasse a.D.
23. April 2020, 19:00 Uhr
Stadtmuseum Düsseldorf, Ibach-Saal, Berger Allee 22, 40213 Düsseldorf
Nietzsches Einsicht, daß Goethe „ in der Geschichte der Deutschen ein Zwischenfall ohne Folgen“ sei, gilt nicht für Richard Wagner. 
Manfred Osten wird mit Musikbeispielen unter anderem die Wirkmächtigkeit der Faust - Tragödie für Wagners Tristan und den Ring zeigen. Das aber heisst: das „Musiktheater der Zukunft“ ist nicht denkbar ohne Wagners Verständnis Goethes als „Prophet“ eines neuen Mythos der Musik.
Goethes Bedeutung für Wagner reicht von der frühen Faust - Ouvertüre bis zum Chorus Mysticus der Fausttragödie mit der Apotheose des „Ewig Weiblichen“ und dem hiervon inspiriertem letzten (unvollendeten) Essay Wagners „ Über das Weibliche im Menschlichen“ und Fausts finales Projekt im Zeichen von „Herrschaft und Eigentum“ findet in Wagners Wotan eine abgründige selbstzerstörerische Fortsetzung.